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Kunze Finanzmanagement
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Risiko vs. Sicherheit - Die zwei Ebenen der Sicherheit

Was bedeutet Sicherheit ?

Es besteht ein Unterschied, ob mir die Sicherheit reicht, dass ich mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit mein Geld inkl. Zinsen nach einer beliebigen Laufzeit zurück bekomme, oder ob ich die Sicherheit wünsche, dass ich nach einer beliebigen Laufzeit die gleiche Kaufkraft, wie am Anfang zuzüglich Zinsen bzw. Ertrag zurück bekomme.

Viele Menschen vernachlässigen, dass die Inflation die Kaufkraft des Geldes minimiert. Hätten sich die Preise innerhalb der letzten 10 Jahre tatsächlich verdoppelt (was in einigen Fällen passiert ist), dann entspräche dies einer Inflationsrate von 7,18% p.a.
Da jeder Mensch sein Geld für andere Dinge ausgibt, hat jeder Mensch seine eigene persönliche Inflationsrate. Eine Rentnerin, die 600 € pro Monat zur Verfügung hat und davon einen relativ großen Teil Ihres Geldes für Heizung ausgibt, hat sicherlich in den letzten Jahren eine höhere persönliche Inflationsrate gehabt, als der Vermögende, der viel in "Vergnügungselektronik" investiert hat.

Wenn Sie das Minimalziel haben, wenigstens sicher Ihre Kaufkraft zu erhalten, muss eine Rendite erzielt werden, die über Ihrer tatsächlichen persönlichen Inflationsrate zuzüglich ggf. anfallender Steuern liegt.

Hier ein Beispiel:
Gehen wir davon aus, dass Ihre persönliche Inflationsrate durchschnittlich bei 4,5% p.a. liegt und dass Sie eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25% bezahlen müssen. Um den Werterhalt Ihres investierten Geldes zu sichern, ist es notwendig eine Geldanlage zu finden, die Ihnen wenigstens 6% erwirtschaftet. Dann haben Sie aber noch keinen Gewinn im Sinne der Kaufkraft gemacht.

Eine solche 100%ig sichere Geldanlage gibt es derzeit nicht am Markt.

Was ist nun zu tun? Vor allem unter dem Aspekt, dass viele Wirtschaftswissenschaftler davon ausgehen, dass auf Grund der hohen Staatsverschuldungen im Euroraum und dem starken Anwachsen der Geldmenge eine erhöhte Inflation in der nahen Zukunft unausweichlich ist. Dass im gleichen Zug die Zinsen ansteigen ist unwahrscheinlich, weil dann die Staaten noch mehr Schulden machen müssten, um die Zinsen der Staatschulden zu bezahlen. Dies würde in Europa dazu führen, dass sämtlich Konvergenzkriterien noch weiter verletzt werden. Auch wäre eine Schuldenbremse, wie kürzlich von der Regierung beschlossen nicht einzuhalten.

Also sollte die Inflation ein wesentliches Element sein, welches bei der Entscheidung über Geldanlagen zu berücksichtigen ist.

Die Lösung sind Sachwerte, da diese einem natürlichen Inflationsschutz unterliegen. Denn "Sachen" werden bei Inflation teurer. Die Nominalwerte von Papierwerten, wie z.B. Staatsanleihen nicht.

Klassische Sachwerte sind:

  • Immobilien
  • Metalle, wie z.B. Gold, Silber und Industriemetalle
  • Unternehmensbeteiligungen

Leider sind Sachwerte oft nicht so vermeintlich sicher, wie beispielsweise Anleihen.

Minimierung des Risikos:

Der einzig sinnvolle Weg das Risiko im Anlagebereich zu senken, ist die Diversifizierung in mögliches viele unterschiedliche Sachwerte. Selbst wenn keine Inflation kommt, sind Sachwerte nicht nachteilig.

Sind Sie mit Ihrem Geld in beispielsweise 10 verschiedene Investments investiert, die keine Abhängigkeit (Korrelation) von einander haben, ist es extrem unwahrscheinlich in Summe Geld zu verlieren.

Daher sollte das Motto lauten:

Niemals alle Eier in einen Korb legen!

Ein rechnerisches Beispiel, welches die Sicherheit durch Streuung darstellt, ist auf der Seite Beteiligungen zu lesen.

 

 

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